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Am 30.12.1987, also ca. zwei Monate vor der Auslieferung der Prototypen
der BR 230 (DR) und 372 (CSD), wurden die Fahrleitungen auf den
Streckenabschnitten Schöna - Staatsgrenze (15 kV 16 2/3 Hz) und
Staatsgrenze - Decin (3 kV Gleichstrom) unter Spannung gesetzt. Somit war
das Betätigungsfeld für die Zweisystemlokomotiven geschaffen. Am
25.Februar 1988 trifft der Prototyp,
die 230 001 in Dresden ein.
In ihrer vierjährigen Erprobungsphase wurden die Prototypen bei beiden
Bahnver-waltungen unter verschiedenen Betriebsbedingungen untersucht, um
gewonnene Erkenntnisse für die Serienfertigung zu berücksichtigen. Die Lok
stellte mit ihrer Widerstandssteuerung eine Besonderheit für das
15 kV 16 2/3 Hz Stromsystem dar. Diese Lösung spiegelte Mitte der achtziger
Jahre nicht den aktuellsten Stand der Technik wieder, war aber unter den
gegebenen Bedingungen die einzig umsetzbare Lösung im damaligen
sozialistischen Wirtschaftsgebiet.
Am 20. Februar 1991 erreicht die erste
Serienlokomotive das Bw Dresden-Friedrich-stadt. Die Indienststellung bei
der DR erfolgte am 8. März 1991. Die Lieferung
und Indienststellung aller 19 Lokomotiven wird am 30. April 1991
abgeschlossen. In Dresden sind bis heute alle bei der DB AG vorhandenen
Lokomotiven der BR 180 beheimatet.
Der Prototyp 180 001 wurde mit dem Eintreffen der Serienmaschinen nicht
mehr eingesetzt und wartete bis Ende 1993 in
Dresden auf Angleichung an die Serie, die bei Skoda in Plzen erfolgen sollte.
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