Erste Einschnitte in das Leistungsvolumen zeigen sich als Folge der
EU-Ost-Erweiterung am 1. Mai 2004.
Die Nachfrage auf der »Rollenden Landstraße« (RoLa) zwischen
Dresden und Lovosice drastisch zurück, Die RoLA-Fahrten zeigen
nur noch eine Auslastung von ca. 10%, während auf der E55 der LKW-Verkehr für
die Anwohner auf unzumutbare Ausmaße ansteigt. Am
19. Juni 2004 wird ohne jedes Aufsehen die
Verbindung eingestellt und ein wichtiges Aufgabengebiet für die BR 180
verschwindet. Die letzte RoLa brachte zwei Lkw nach Tschechien.
Weitere Einschnitte folgen mit den am
26. Juli 2004 beginnenden Sanierungsarbeiten auf der Elbtalstrecke.
Das wichtigste Aufgabengebiet, der internationale Güterfernverkehr, wird über
Umleiterstrecken vom Elbtal ferngehalten.
Mit dem Fahrplanwechsel am 12.12.2004
fand der Einsatz der Zweisystemlokomotiven im Reisefernverkehr ein
vorläufiges Ende. Die Züge des »BERLIN-WARSZAWA-EXPRESS«
zwischen Berlin und dem polnischen Rzepin werden nicht mehr mit der BR 180
bespannt. Für ca. 1 Woche kommen hier die tschechischen Loks der BR 371 zum
Probeeinsatz. Inzwischen werden die Züge von der BR 232/233 befördert.
Das gleichzeitige Ende der Sanierungsarbeiten im Elbtal bringen die
Aufgaben im grenzüberschreitenden Güterverkehr zurück.
Ende 2004 zählen noch 19 Lokomotiven zum
Fahrzeugbestand bei der DB AG. Als einzigste Lok steht die 180 004 auf "z".
Sie wartet seit Anfang 2004 auf Ersatzteile aus Tschechien. 180 016 erhielt
noch zum Jahresende im Werk Dessau eine Hauptuntersuchung (LDX 31.12.04).