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Mit der fortschreitenden Elektrifizierung der Inlandsstrecken der
DR, entwickelte sich in den 80er Jahren ein Bedarf an einem grenzüberschreitenden
elektrischen Betrieb zwischen DR und CSD. Seit dem 23.05.1982 war der für den
internationalen Güterverkehr wichtige Bf. Seddin und ab 30.09.1984 der Fernbahnhof
Bln-Lichtenberg am Netz. Züge nach Südeuropa mussten in Bad Schandau oder Dresden
umgespannt werden. Gleiches traf für die tschechische Seite und den Bf. Decin zu. Da
beide Bahnverwaltungen ihre Strecken mit unterschiedlichen Stromsystemen betrieben, wurde
ein Zweisystem-Lokomotive benötigt.
Erfahrungen beim Bau von Zweisystem-Lokomotiven hatte man im tschechischen
Lokomotivwerk bei Skoda in Plzen. Allerdings mußte für das deutsche Stromsystem 15 kV 16
2/3 Hz Neuland betreten werden. Der Lokomotivbauer in der DDR, das LEW Hennigsdorf war mit
der Entwicklung und dem Bau der E-Lok BR 243 (heute BR 143) mehr als ausgelastet.
Die Entscheidung fiel zugunsten der Skoda-Werke in Plzen. Für die CSD hatte man
bereits eine Zweisystem-Lokomotive entwickelt, die über die Systemgrenze des 3 kV
Gleichstromnetzes und des 25 kV 50 Hz Wechselstromnetzes verkehrten. Am Bau wurden auch
DDR-Betriebe beteiligt, die insbesondere für den 15 kV 16 2/3 Hz-Teil verantwortlich
waren.
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